Buldogfahrer Schaller Herri
Buldogfoahrn des is scho schwer,
manch einer lernts nimmer mehr.
Jetz hamma an Schaller Herri scho letztes Jahr
so dableckt, doch es is kaum wahr
müssman heua wieder bringa
mit seim Buldog, denn foahrn lernda nimma.
Letztes Jahr es is bekannt
hoda mit sejm Buldog ständig Bäume grammt.
wej er im Holz draus war
war er für jedes Lebewesen a Gefahr.
Doch dann hamma Monate nixmehr ghört
mir ham g’moant jetz kann ers, und i hätt fast g’schwört
er hod heimlich Fahrunterricht gnumma.
Doch was hamm wir letzte Woch vernumma.
Nein, es is niad besser worn
doch lasst Euch erzähln von seiner Kunst vom Buldogfohrn.
Er wollt zum Domogala Bernd af an Ratsch,
denn nix geht eam über an gepflegten Dratsch.
Z’Fuß geh - is zu weit,
Er fahrt lieber mitm Buldog recht g’scheid.
Wej er hint is, bigt er glej in d‘Garag’ hinein
doch d’Einfahrt war viel zu klein.
Es macht an Kracher und der Buldog steigt auf
er is nur noch af Bremms und Kupplung drauf.
Da hoda gschaut, wej a Euchkatzl wenns blitzt.
Da Bernd is glei vom Dochbod’n oba g’fitzt.
„Warum hods jetz g’kracht“, sagt da Herri laut
dann hoda af sejn Sturtzbügl g’schaut.
„Den hab i glatt vergess’n,
denn i bin ja vor eam g’sessn“.
Aus den Augen – aus dem Sinn, hoißt a alter Spruch
und so is jetz gscheitert dro, a weiterer Versuch,
daß er endlich unfallfrei Buldog foahrt.
Af des zu wart’n, krieg i an Boart.
Und so wüschma wieder „Allzeit gute Fahrt,
daß eam da Schutzengl vor Sclimmeren bewahrt.“
2012
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Mal Heizung nachschau‘n
Die Heizung, s‘wichtigste in der kalten Zeit,
a Ölbrenner da sehr weit verbreit.
Wenns nimma geht, wird’s blitzschnell kalt,
da macht se a Installateur schnell bezahlt.
Die Erfahrung hod a da Schmie Andy gmacht,
wej d’Heizung g‘freckt is über Nacht.
Da isa schnell worn zum organisiern,
an Heizungsinstallateur mit ganz vüll Hirn.
Der hod den Brenner glei zerlegt,
dann g‘richt und richtig zambaut, was er belegt,
mit an a großn Rechnung schwarz auf weiß,
so hod alles seinen Preis.
„Nu an Tipp“, hod da Heizungsbauer gsagt
„schaust später nu mal nach, ob d’Heizung niad wieder versagt.“
So hoda se dann vom Acker g’macht
und a da Schmie jetz wieder lacht.
3 Stund drauf geht da Schmie in Heizungsraum,
es knistert, doch man sieht es kaum.
Drum macht er des Guckloch zum Brennraum auf
und 2-3 Sekund’n draf
gibt’s a Verpuffung sowos host nu niad g’sehn
da Schmie Andy is auf’m Bodn gleng.
D‘Heizung hod zündt in der Sekund
wej ers s’Loch aufg’macht hod, des wor da Grund.
Schwarz sej G’sicht voller Ruß,
daß sowos in Andy immer passieren muß.
Ma moant mit Feuer kennt er se aus
da Kommandant vom Dietldorfer Feierwehrhaus.
2011
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Die Schweinegrippe und ihre Auswirkungen
Sie entsteht durch ein possierliches Tierchen
auch lateinisch genannt Sauusnase Virchen.
Auch hier in Dietldorf trägt es blühten
und um Euch vor Ansteckung zu behüten,
will ich heut Auskunft geben.
Nach letzter Information durchleben
wir verschiedene Stufen
die verschiede Wirkungen ins Leben rufen.
Hauptsächlich betrifft es Narren,
besonders im 11er Rat diese harren.
Darum haben wir es nicht gescheut
diese Bilder zu zeigen vom 11er Rat heut.
Es geht ganz harmlos los
ein Schwänzchen am Hintern „ blos“.
Aber gut, das kann man ja verstecken,
mit einem Mantel überdecken.
Doch dann nach einiger Zeit,
als man sich gewohnt hat an das Schwänzchen im Kleid.
Gibt es ein Kribbeln im Gesicht,
und ob ihr es glaubt oder nicht,
werden die Nasenlöcher immer größer.
Und anschließend wird’s noch Mysteriöser,
Die Nas` wird immer Runder
und zum Schluss, oh Wunder,
schauts aus wie eine Schweinenase,
so groß wie eine Blumenvase.
Wie ihr sehen könnt, ist dies nicht so schlimm
so eine Nase kann auch eine Zierde sein, immerhin.
Sie kann dich schöner machen als je zuvor.
Naseputzen wird dann zum Komfort
Aber vor eines will ich dennoch warnen,
vor dem ständigen umgarnen.
Diese Leute leben in einem Liebesrausch
und suchen sich immer neue Opfer aus.
Das kann dann sein, egal wer es ist,
egal wie sie ausschaut, schön oder nicht.
Darum nehmt euch in Acht,
nicht wie diese Frau, die so schön lacht
auf dem nebenstehenden Bild.
Es sei den ihr seit ganz wild
so ein Schwänzchen und Nas` zu erlangen.
Dann seid ihr aber auch gleich gefangen
im 11er Rat.
Denn es ist so in der Tat.
Nur in der Gruppe fühlen sie sich wohl,
singen Lieder und trinken Alkohol.
Ich hoffe Ihr seid jetzt gut Informiert,
dass Euch so was nicht passiert.
2010
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Wer eine Reise tut, der…
Urlaub ist die schejnste Zeit
So sagts a jeder weit und breit
Doch leider hom wir erfahrn
Dass so mache, Probleme ghabt haben.
A da Singer Theo is mit a paar Freund fort.
An ein wunderschönen Ort.
Die Tage warn erste Wahl
Doch die Nächte a echte Qual.
Denn gschlaffa hams in oan Raum
und gschnoacht hom seine Freund, es war kaum zum glaum.
Hektar weis hams Wälder abgsägt
Und mitm Presslufthammer a Straß durch glegt.
So is eam wenigtsn vorkumma, dem armen Mo,
und irgendwann hodase gsagt, dass er nimma ko.
Sei Kissl und sei Deck hoda packt
Und hodse in Küch afm Bodn hi gflackt.
Dann endlich hoda g´habt sei Ruh
und hod gmacht, zufrieden seine Äuglein zu.
Zur späteren Nacht hoda dann gmerkt
Wej über sei Gsicht a Käfer ume werkt.
Blos weg des Vieh, er hod grudert und gschlong
Bis der Käfer is auf und davon.
dass a „Stinkekäfer“ is, hoda glei spannt
auch „Palomena viridissima“ genannt.
Des woa erm wursch, blos der Gstank in da Nosn,
regt af und springt ei in sei Hosn.
Is glaffa hinte ins Bad ganz benumma
und hod dort sämtliches Deo gnumma.
Hodse über und über damit ei pafümiert,
a Puffmutter se bei der Menge scheniert.
So is er wieder zruck und hod gschlafa zufriedn ei,
Doch am nächstn Tag jaaaamej,
mou er se nu blöd Fragen lassn, wos er den de ganze Nacht so treibt, weil er in da Küch liegt und weil vor lauter Deo glei oana schbeipt.’
Seit dem is der Theo als DeoTheo unter seine Freund bekannt.
Und vielleicht auch bald hier im Land.
2009
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Stammtisch-Unfall
Am Dienstagabend jahrein, jahraus
nehmen von zu Haus immer ein paar Männer Reißaus.
Der Treffpunkt ist beim Wirts Mich
zum Stammtisch allwöchentlich.
Da kommen sie zusammen im Gasthof aus Dietldorf, Rohrbach und Emhof.
Es wird gefeixt, die neuesten Geschichten serviert
und schlussendlich auch noch politisiert.
Beizeiten geht man auch wieder heim,
denn der Wirt erstickt jedes Gelage schon im Keim.
"Manna, morgn Frejh is d'Nocht ume!",
so fordert der Mich jedes Mal zum Aufbruch durch die Blume.
Auch der Lang Günther in der Runde der jüngste Pensionist
kommt oft zum Dämmerschoppen mit dem Rad wie ein Tourist.
Er kauft die Brotzeit ein für den nächsten Tag
für sich, und auch was die Familie so mag.
Dem Mich sein Leberkäs' ist sehr begehrt
als Mitbringsel - auch für die Schwiegermutter nie verkehrt.
Heuer an einem schonen lauen Sommerabend justament
war Gunther beim Dämmerschoppen in seinem Element.
Nach ein paar Halben ging's nach Haus auf seinem Rad
mit der Brotzeit in der Plastiktüte nach Rohrbach kerzengrad.
Doch auf halbem Weg - war's eine Maus?
Der Günther schlingert - und oh Graus,
die Tüte zieht's ihm in die Speichen
dem Unglück konnt' er nicht mehr entweichen,
Über die Lenkstange mit einem eleganten Salto
haut's ihn vom Rad auf seinen Po.
Zerschunden liegt er nun da,
und wie er überlegt, was das wohl alles war,
sieht er die Brotzeittüte arg zerhaut
vorm Blick hinein ihm schon graut.
Zerstückelt, ja zerhäckselt liegt der Leberkäse drinnen
auch der Preßsack konnte diesem Schicksal nicht entrinnen.
Tief betrübt schiebt er sein Rad nach Rohrbach,
morgen keine Brotzeit, ja so eine Schmach.
Am nächsten Tag meint die Schwiegermutter
“hod da Wirtsmich ebba an neja Kutter?
So fei g´schnittn woa da Leberkäas no nie!
So mächt´n i eitz imma – unter Garantie!“
2008
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- Geschrieben von: Farmer
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